Freitag, der 7. Juni 2013; von Helsinki bis 09630 Koisjärvi (Campingplatz); 70 Tages-Km, Gesamtstrecke: 2448 km

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Heute mal in Märchenform für die lieben K l e i n e n Wiebke, Alba, Suki, Felix, Anton, Luca alle lieben Enkelkinder von Elvira und Daja …auch für die kleinen Großen: Maresi, Ursel, Hanna, Maxi, Mirjam, Henrik, klein Klaus und klein Dieter.
Ein Geburtstagsmärchen
Die drei Rittersleute Altknappe Jürg der Treiber, der allen Rittern sagen muss, was sie zu tun haben, Ritter Hein der Träumer und Altritter Karl der Schöne, Graf von Ellenburg mussten an diesem Freitag schon früh aufstehen, da sie noch einen weiten Ritt mit ihren Drahteseln vorhatten. Sie wollten nämlich die Hauptstadt von Finnland, Helsinki, verlassen und weiter in die wilden Wälder Finnlands nach Norden ziehen. In der Nacht war allerdings die St. Petronilla still und heimlich in das Schlafzimmer der Rittersleute geschlichen und hatte mit ihrem Zauberstab in die Augen der Rittersleut Blindheit geträufelt und ihr Herz mit Geiz geschlagen. Dies merkten die Ritter allerdings noch nicht beim opulenten Frühstück, als es Müsli, Eier und Brot gab. Die Ritterlein mussten doch groß und stark werden, um allzeit mit wilden Bären, Rentieren und Wölfen kämpfen zu können. Als die Rittersleut aber von 9 bis 11 Uhr durch die Stadt irrten und nicht mehr ein noch aus wussten, wie sie aus der verwunschenen Stadt herauskommen könnten, da merkten sie erst, dass sie vergessen hatten, den geheimen Stadtplan zu kaufen. Sie waren wohl von St. Petronilla verzaubert worden. Alle Menschlein, die sie auf dem Weg trafen, konnten den armen Rittern nicht helfen. Denn auch ihnen hatte St. Petronilla die Sinne geraubt und die armen Rittersleut wussten nicht mehr ein noch aus. Nun begab es sich aber, dass in der Stadt ein weiser Mann mit Namen Erich Blocksberg wohnte, aus der Dynastie der berühmten Blocksbergs − ursprünglich ein Hexenversammlungsplatz − aus dem Land Germania, die schon viele kluge Zauberer hervorgebracht hatte. In dieser Nacht nun erschien Klein Erich im Traum seine in allen Munden noch heute hoch gerühmte Großmama Bibi Blocksberg und erzählte ihm, dass drei aus dem Abendland kommende Ritterleute sich in größter Not befänden. St. Petronilla habe sie mit Blindheit geschlagen und nun müssten sie in Helsinki umherirren. Auch trieben die armen Rittersleute in die verkehrte Richtung dem gefräßigen russischen Grizzlybären direkt ins große Maul. Höchste Eile sei geboten! Potz Blitz dachte Klein Erich, was ist denn da zu tun? Er sah in dem alten Zauberbuch nach, das ihm die Großmama Bibi Blocksberg noch auf dem Totenbett mit Tränen in den Augen und den letzten Worten in die Hand gedrückt hat: Verwahre es sehr wohl mein Enkel, du wirst es noch bitterlich brauchen können. Dort stand nun geschrieben: Erst einmal, mein lieber Enkel, musst Du früh und hurtig aufstehen, dann deinen Zauberdrahtesel aus dem Stall holen, mit Heu und Hafer füttern und satteln, sodann drei Mal mit dem Zauberstab in die Luft schlagen, „Hex Hex“ rufen und abwarten, wo der Zauberesel hin reitet. Und es begab sich um ca. 11 Uhr, als die Sonne mit ihren heißen Strahlen die kahlen Häupter der Rittersleute schon ziemlich verbrannt hatte, dass er sie verlassen auf einer einsamen Wegkreuzung antraf. Sie jammerten und schluchzten und Klein Erich erbarmte sich ihrer, indem er ihnen anbot, voraus zu reiten und den geheimen Pfad 110 Richtung Espoo zu zeigen. Er rief ganz laut „Hex Hex“, wie er es von seiner seligen Großmutter Bibi Blocksberg gelernt hatte und schon ging es über Stock und Stein so schnell, dass es den armen Rittersleut angst und bange wurde. Sie sprangen über Bächlein, Wäldchen und Seelein und ehe sie sich versahen, waren sie auch schon auf dem richtigen Trampelpfad 110 nach knapp einer Stunde. Die Rittersleute bedankten sich ganz unterwürfig bei dem tapferen Erich und ließen noch schöne Grüße an die selige Frau Großmama Bibi Blocksberg ausrichten. Jetzt trappelten die drei Rittersleute, nämlich Alt-Knappe Jürg der Treiber, Ritter Hein der Träumer und Altritter Karl der Schöne, Graf von Ellenburg, unbeschwert weiter, zwitscherten ein fröhlich Liedchen von vergangenen Heldentaten, als sie noch mit wilden Bären gekämpft hatten und wunderten sich sehr, dass sie viele anstrengende bis zu 70 Meter hohe Berge zu überwinden hatten. So wurden sie schnell müde und suchten ein Nachtquartier für sich und ihre tapferen Drahtesel, die auch noch den ganzen Tag kein Heu, geschweige denn Hafer zu fressen bekommen hatten. Endlich fanden sie im tiefen Wald bei Koisjärvi einen Platz zum Schlafen. Knappe Jürg und Altritter Karl fielen gleich wie tot auf der Wiese neben dem Trampelpfad nieder, wachten aber gleich auf, als sie üble Gerüche wahrnahmen. Sie mussten sich wohl neben einer Jauchegrube niedergelegt haben. Ritter Hein zeigte ihnen aber flugs einen höher gelegenen Rastplatz, wo sie dann ihre müden Häupter niederlegen konnten! Als sie so in Tiefschlaf fielen und über den ach so anstrengenden Tag träumten, trug es sich aber zu, dass fern in der Heimat die edle Burgherrin Ellen die Abwesenheit ihres ach so sehr geliebten Karl dem Schönen nutzte und auf Ellenburg ein rauschendes Fest veranstaltete. Von Colonia waren angeritten Graf Aron mit seiner edlen Burgherrin Reinhild, die ganz mit kostbarem Geschmeide behängt war. Dem Grafen Aron musste die edle Frau Ellen gleich den goldenen Thron ihres abwesenden Gatten anbieten. Zu viele arglose Holzbänkli hatten schon ihr junges Leben lassen müssen. Auf dem Throne sitzend haben schon viele gedacht, da säße der Kaiser Barbarossa persönlich − aus dem Kyffhäuser auferstanden − vor ihnen. Weiter auf dieser Party waren ferner Graf Volker von Schloss Crefeld mit seiner edlen Schlossherrin Elvira. Graf Volker musste mit einer Sänfte durch die Türen getragen werden. Graf Karl der Schöne hatte gespart und die Türen waren für diesen Hünen von einem Grafen viel zu niedrig. Ferner war geladen und auch erschienen die edle Ehefrau des Ritters Hein des Träumers. Diese hatte die edelsten Weine mitgebracht und so wurde das Fest immer lauter und fröhlicher, wobei die Gäste leider der Spielsucht erlegen waren. Die Gold- und Brillantengeschmeide klirrten zusammen mit den Gläsern voller Wein und als alle schon ganz benommen waren, erschien mit einem lauten Krachen der eichenen Holztür plötzlich der Glöckner Quasimodo von St. Nikolaus. Ob sie denn nicht wüssten, was die Stunde geschlagen hätte, herrschte er sie an. Alle erstarrten vor Schrecken und ihnen fiel auf einmal siedend heiß ein, dass ja in einer Stunde ein großes Ereignis bevorstand, nämlich der 65. Geburtstag des edlen Ritters Karl dem Schönen von Ellenburg. Dieses wahrhaft biblische Alter erreicht nämlich kaum ein wackerer Rittersmann. Alle berieten, was jetzt nun zu tun sei und die edle Schlossherrin Elvira trug vor, man solle die Jagdfalken losschicken im Schlepptau einen ganzen Chor von Elfen und Feen, die die guten Geburtstagswünsche überbringen könnten. Diese Idee fanden alle wundervoll, alle gingen frisch ans Werk und schon flogen die pfeilschnellen Geburtstagsgesandten gen Finnland und waren auch pünktlich um 24 Uhr vor Ort. Dort hörten sie, wie die Wölfe den Vollmond anheulten, der Nachtwächter auf Finnisch seine Ansage machte: Liebe Leute lasst Euch sagen, die Turmuhr hat grad 12 geschlagen. Nur der edle Ritter Karl der Schöne Graf von Ellenburg hörte nichts und die Geburtstagsgesandtschaft sah ihn im Tiefschlaf im fahlen, eiskalten Licht des Vollmondes auf seinem Bärenfell liegen. Da hoben die Elfen und Feen im Chor an zu singen: Wie schön, dass Du geboren bist, wir hätten Dich sonst sehr vermisst… und Viel Glück und viel Segen auf all Deinen Wegen… und noch viele andere schöne Geburtstagslieder, die ihr lieben Kinder doch alle kennt. Der schon in die Jahre gekommene Ritter Karl der Schöne schreckte aus seinem Tiefschlaf auf und freute sich sehr über die überbrachten Geburtstagswünsche seiner doch ach so sehr geliebten Burgherrin Ellen und aller der erschienen edlen Gäste. Die Nennung aller Namen erspare ich mir aber, da mir die Augen schon zugefallen sind! Gute Nacht und träumt schön von den drei Rittersleut − auch die drei wilden Jungs genannt! − und was den lustigen Rittersleut weiter alles so zugestoßen ist, liebe Kinder, erfahrt ihr das nächste Mal! Euer Märchenonkel, der edle Ritter Hein der Träumer und wenn sie nicht gestorben sind, dann pedalieren sie noch heute.
Nun edle Rittersfräulein und edle Ritter, kommt ihr nach Colonia Agripina und hört die Glocken des hohen Doms zu Köln läutern, dann stärkt Euch erst bei ……, denn wo Tobis….drauf steht, da ist auch …….. drin.
Wer die Sätze richtig zu ergänzen vermag, darf einen ganzen Tag lang kostenlos in einer der Woyton Filialen im Internet surfen

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